13/1/2010 Rauchverbot-Salat

In welchem Kanton gilt was, und was gilt auf Bundesebene? Da Kantone strengere Regelungen als die des Bundes entscheiden dürfen, ist das Durcheinander mittlerweile so gross, dass wir uns vorderhand auf unseren Domizilkanton beschränken, den Kanton Zürich. Und so sieht's aus.

·          Ab dem 1. Mai 2010 gilt in Innenräumen von Gastwirtschaftsbetrieben ein Rauchverbot. Eine Übergangsfrist gibt es nicht.

·          Es besteht die Möglichkeit, zum Rauchen abgetrennte Räumlichkeiten (Fumoirs) zur Verfügung zu stellen. Diese Fumoirs dürfen maximal einen Drittel der Ausschankfläche umfassen. Die Fumoirs dürfen durch Personal bedient werden, sofern das Personal die ausdrückliche Zustimmung dazu gibt.

·          Komplette Raucherbetriebe, wie sie das Bundesrecht für Betriebe unter 80 Quadratmeter vorsieht, sind im Kanton Zürich nicht zugelassen.

·          Wer gegen das Rauchverbot verstösst, kann mit einer Busse bis 1000 Franken bestraft werden.


10/10/2009 Goodbye Vernunft

Die zunehmende und weltweit zu beobachtende Verblödung von Gesetzgebern lässt stark an der Evolutionstheorie zweifeln. Nicht nur in der Wirtschaft sind rezessive Entwicklungen vorherrschend. Nur, die Rezession ist irgendwann vorbei!

Der neueste Hammer aus dem kanadischen Seldwyla-Pendant: ein kanadischer Lastwagenfahrer darf in seiner eigenen Kabine nicht rauchen. Der Mann habe gegen das Rauchverbot am Arbeitsplatz verstossen und sei deshalb mit einem Bussgeld von umgerechnet rund 455 Franken belegt worden. Lesen Sie hier weiter >>


29/9/2009 Narrenfreiheit für den Teufel

Das Leben ist lebensgefährlich, rauchen aber ist des Teufels und muss mit allen, auch mit den abstrusesten Mitteln bekämpft werden. Der gleichen schrägen Logik folgend müsste auch Alkohol rigoros eingedämmt werden, da ebenfalls potentiell diabolisch. Wir fordern: saufen nur noch in räumlich abgetrennten und unbedienten Saufoirs und in den eigenen vier Wänden, möglichst unter den Augen der Kinder, zur Vorbereitung und Einstimmung, damit die Kids nicht allzu sehr erschrecken, wenn in Kürze hoch offiziell und mit dem Segen des so rührend um unsere Gesundheit besorgten Staates, auf SF die erste Alk-Webung in die gute Stube flimmert. Ein richtig tolle Idee Suisse ist das! Bravo! Endlich Politik mit Mut. Die Alkohol-Lobby hat wahrlich ganze Arbeit geleistet bei unseren Volksvertretern.

Möglich wird Werbung für Alkohol auf SF, weil die Schweiz nicht auf die Teilnahme an der Filmförderung der EU verzichten mochte. "Du gibst mir Filmförderung, ich gebe dir dafür Alkoholwerbung". Was gibt es wohl für den Filmförderer Roman Polanski?

Na dann prost!


17/12/2008 Unterschreiben Sie das Referendum gegen Passivrauchgesetz - JETZT

Liebe Geniesser und Geniesserinnen, jetzt können Sie konkret etwas tun gegen die Bevormundung von uns Rauchern im Besonderen, sowie gegen das Ueberhandnehmen überrissen formulierter Gesetzt.

Füllen Sie JETZT das Referendum-Formular aus, und schicken Sie es noch vor dem 22. Januar 2009 an: Komitee Rauchverbote-NEIN, Lyss-Strasse 11, 3270 Aarberg.

HIER geht's zum Formular als PDF-Datei, die Sie ausdrucken und per Post verschicken können. Und so sieht es aus, dieses für Anhänger der Freiheit wichtige Papier.

Referendum gegen Rauchverbot


17/9/2008 Tödliche Gefahr oder Hysterie?

Passivrauch oder Hysterie

Das Buch "Passivrauch - Tödliche Gefahr oder Hysterie" von von Michael Scheele erfreut sich offenbar grosser Nachfrage; die Internet-Buchhandlung Amazon meldet den Interessenten Lieferschwierigkeiten.


04/9/2008 Der Eifer droht missionarisch zu werden

Bruno Frick (SVP)Von Ständerat Bruno Frick (CVP, Schwyz), mit Genehmigung der IG Freiheit

«Ich bin Genussraucher, der sehr gerne abends mit einer Zigarre den bisherigen Tag überdenkt und sich auf den nächsten freut. Wie für sehr viele Raucher gilt für mich die alte Grundregel: Wer raucht, nimmt Rücksicht. Rücksicht ist eine Lebensregel, aber sie taugt nicht als Schutz gegen die Rücksichtslosen. Darum brauchen wir Regeln zum Schutz der Nichtraucher, namentlich am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden, im öffentlichen Verkehr und in Restaurants. Ich unterstütze dies.

Der Schutz vor dem Passivrauchen ist richtig, aber damit hat sich es sich in einem freiheitlichen Staat. Leider wollen viele weiter gehen, auch in unserem Rat. Sie wollen den Bürgern möglichst viele Gelegenheiten entziehen, um überhaupt rauchen zu können; nicht um andere zu schützen, sondern um den Bürger zu jenem Verhalten zu zwingen, das man für ihn als richtig und korrekt anschaut.

Ich meine, der Schutz vor dem Passivrauchen ist nötig, aber der Rest ist persönliche Freiheit in einem freiheitlichen Staat. Wer keine anderen gefährdet, der soll doch rauchen. Wer keine anderen gefährdet, der darf auch Alkohol trinken. Wenn jemand in einem Fumoir unter seinesgleichen rauchen will oder wenn ein Mitarbeiter, der selber Raucher ist, bereit ist, die Gäste im Fumoir zu bedienen, und sagt, er rauche dort bei Gelegenheit auch gerne noch eine – soll dies ein freiheitlicherStaat dann verbieten?

Wir befinden uns – und das ist für mich die grosse Linie in der Schweiz – in einem Kulturwandel. Ein freiheitlicher Staat wird nicht durch Revolution abgeschafft, ein
freiheitlicher Staat wird in Schritten, in kleinen Etappen abgebaut. Der Kulturwandel in der Schweiz geht dahin, dass wir nicht nur die anderen vor negativen Immissionen schützen, sondern die Bürgerinnen und Bürger auch zu tugendhaftem Verhalten zwingen wollen, weil wir erkannt haben, dass Rauchen schädlich ist. Tabak ist ein Genussmittel, aber auch ein Gift. Paracelsus sagte: ‹Dosis facit venenum› – die Dosis macht aus, ob etwas gut oder ein Gift ist. Als einer, der aus dem Ort herkommt, wo Paracelsus herkam, sage ich: Lasst den Rauchern den Genuss, wo sie keine anderen belästigen und keine anderen zu schützen sind.

Der Eifer droht in der Schweiz missionarisch zu werden. Ich habe mit ein bisschen Verwunderung Ihre Erklärung zum Jahresanfang gehört, Herr Bundespräsident, wonach es bereits ein Staatsziel der Schweiz sei, Ende Jahr einen Drittel weniger Raucher in der Schweiz zu haben. Ich zweifle, ob das der Aufbruch ist, den die Schweiz nötig hat. Nicht alle Raucher sind Genies. Aber ich darf Sie daran erinnern, dass viele Genies Raucher waren und diesem Genuss gefrönt haben: Einstein rauchte, Sigmund Freud und Thomas Mann rauchten, Picasso und Winston Churchill erst recht – und überdies tranken sie ein Vielfaches dessen, was das Bundesamt für Gesundheit für zulässig hält.»

(Quelle: Amtliches Bulletin, Ständerat, 4. März
2008: Votum CVP-Ständerat Bruno Frick, Schwyz)
Ständerat Bruno Frick (CVP, Schwyz).

Geniale Raucher


17/4/2008 Der Anfang vom Ende des Rauchverbotes

Ein zeitgerechter Satz von Helmut Schmidt: "Das geht vorbei wie die Prohibition in Amerika"

Verbote ziehen, wenn sie das Verhalten oder die persönliche Lebensweise und -einstellung der Menschen betreffen, z.B. ihre hergebrachten Sitten und Gebräuche, ihre individuelle Überzeugung, ihre Weltanschauung oder ihren Glauben, immer gleiche Folgeerscheinungen nach sich: Heimlichkeiten, Übertretungen und Widerstand. Auf der anderen Seite folgen ihnen: selbsternannte Tugendwächter, professionelle Moralapostel und scheinheilige Denunzianten. Verbote waren schon immer bei Herrschern und den herrschenden Klassen ein sehr beliebtes Zuchtmittel, das leider nicht immer sinnvoll eingesetzt wurde. So sind bösartige, manchmal auch kuriose Auswüchse anzutreffen. Beispielsweise gilt heutzutage in einigen US-Bundesstaaten das Verbot, Wäsche für Anwohner oder Straßenpassanten sichtbar zum Trocknen ins Freie zu hängen. Polizeistreifen und ambitionierte Ordnungshüter kontrollieren regelmäßig die Wohngebiete und drohen Uneinsichtigen mit Bußgeld.

Nachdem die Verbotsregelung beim Rauchen anscheinend so gut funktioniert hat, werden schon die nächsten Verbotsmöglichkeiten in Bezug auf Alkohol, Fett- und Zuckergehalte, Holzbrand, „gefährliche“ Sportarten usw. diskutiert. Schließlich brauchen auch die Medien wieder neue Zielobjekte.

Noch werden solche Absichten von politischer Seite heftig dementiert, um nicht tatsächlich in den Ruf einer Verbotsrepublik zu geraten. Wenn es aber die Umstände verlangen und wenn es auch nur der Zeitgeist ist, dann sind Verbote notwendig, unumgänglich, berechtigt – ja, unvermeidbar. Sollten sich jedoch diese Umstände ändern oder verflüchtigen, ist ihr Fortbestehen obsolet.

Ganz gleich, wie es kommt, die Restlaufzeit des Rauchverbotes hat bereits begonnen.

Gunther Grabowski
Langgöns, Frühjahr 2008

Quelle: smokersnews.de


19/12/2007 Sooo gefährlich ist Passivrauchen

Prof. Beda M. StadlerDas müssen Sie sich anhören! Sie werden einmal mehr staunen, staunen darüber, wie das Volk (das sind wir..) in Sachen "Gefahren des Passivrauchens" an der Nase herumgeführt werden. Der Mann, den Sie in diesem Podcast hören ist weder von der Tabakindustrie "gesponsert", noch raucht er. Prof. Beda M. Stadler (Bild) ist Institutsdirektor und Professor für Immunologie an der Uni Bern. Erschienen ist der dem Podcast zugrundeliegende Artikel in der Weltwoche.

Podcast


Schicken Sie den Link unten an Ihre Freunde und Bekannten: http://www.weltwoche.ch/audio/mp3/Weltwoche_170107_Stadler.mp3


07/11/2007 Man sollte Bücher verbieten ...

Und es wird kommen, wie es kommen muss mit den Verboten im Tabaksektor. Albert Camus wusste es schon Mitte des letzten Jahrhunderts.


Man sollte auch gute, ja, ausgezeichnete Bücher verbieten,
bloss damit sie mehr gelesen und beachtet werden.

Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger 1957


31/10/2007 Zwei Drittel der "Passivrauch-Toten" älter als 85!

Mit freundlicher Genehmigung der Portals "Smokersnews.de" veröffentlichen wir den höchst aufschlussreichen Artikel "Entscheidungsgrundlagen für Rauchverbote in deutschen Gaststätten zweifelhaft". Man erfährt hier von einem ausgewiesenen Fachmann, wie sehr die Glaubwürdigkeit einer oft zitierten Studie zum Thema "Gefahren des Passivrauchens" in Frage zu stellen ist. Es ist gut zu sehen, dass allmählich Licht ins finstere Kapitel "Passivrauch-Hysterie" kommt. Wir freuen uns schon auf den Tag, an dem die Verfasser fragwürdiger Studien zu diesem Thema nicht mehr werden kneifen können, wenn ihre fabulösen Hochrechnungen von immer weiteren massgeblichen Kreisen in Frage gestellt werden.

"Tabakrauch birgt gesundheitliche Risiken. Aber der große Teil der Grundlagen politischer Entscheidungen für ein Rauchverbot in Gaststätten kann hinterfragt werden!" Diese Auffassung vertrat Dr. Romano Grieshaber, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) und Professor für angewandte Prävention an der Universität Jena anlässlich des Symposiums "Tabakrauch am Arbeitsplatz" am 23. und 24. Oktober in Mannheim. Viele der angewandten statistischen Methoden, und damit die ermittelten Daten, seien zumindest diskussionswürdig.

Vor nationalen und internationalen Fachleuten bezog sich Grieshaber dabei sowohl auf die Zahl von 3.300 jährlichen Toten durch Passivrauch (ETS) in Deutschland wie auch auf Aussagen, nach denen von Passivrauch größere Gesundheitsgefahren ausgingen als von Dieselruss. Grieshaber führte aus, genaueres Hinsehen zeige, dass bei den so oft zitierten 3.300 Toten zwei Drittel der untersuchten Fälle älter als 85 Jahre waren. Da sei es recht schwierig, allein Passivrauch als Todesursache anzunehmen.

In Deutschland gebe es im Vergleich zu anderen Beschäftigten keine Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko im Gaststättenbereich: nicht bei Lungenkarzinomen, nicht bei ischämischen Herzkrankheiten und auch nicht bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. In Irland seien die Todesfälle durch Herzerkrankungen bereits vor dem Rauchverbot rückläufig gewesen. Messungen, nachdem Dieselruss weniger
gefährlich sein solle als der Rauch von Zigaretten hätten sich als unhaltbar erwiesen, weil mit falschen Messgeräten gearbeitet wurde. Kuriose Aspekte und offene Fragen, die offenbar niemand bisher bemerkt oder diskutiert habe.

Ähnliche Todeszahlen bei Depressionen und Passivrauch

"Bei Erforschung der Kausalitätsfragen müssen wir uns der vielfältigen variablen Rahmenbedingungen annehmen", so Grieshaber. Co-Faktoren, die als Vermittler oder als solche mit gleicher Wirkung in eine Erkrankung eingriffen, müssten beachtet werden und für die Analyse bekannt sein. So finde man bei Depressionen ähnliche Sterberaten wie als Folge aktiven Zigarettenkonsums. Grieshaber wies im Hinblick auf die Beschäftigten in der Gastronomie auf die besonderen sozioökologischen Rahmenbedingungen hin, wie sie allgemein in der erwerbstätigen Bevölkerung nicht zu finden seien.

Deutliche Unterschiede zu den Gruppen der Normalbevölkerung seien beispielsweise die Altersverteilung, die Vielfalt der vertretenen Nationalitäten, gastronomiespezifische Berufsbildungs- und Tätigkeitsvorgeschichten, Schulbildung und die Besonderheiten wie Samstags-, Sonntags-, Nacht- und Schichtarbeit. Wie aus einer im Rahmen des Symposiums vorgestellten Untersuchung des Umweltbundesamtes hervorgehe, seien diese sozioökologisch herausgearbeiteten Gruppen sehr starke Raucher und damit auch mit den bisher schwerpunktmässig angebotenen Anti-Raucherprogramm nicht anzugehen. Vielmehr werde in Kinder- und Jugendarztkreisen diskutiert, dass ein Verbot das Rauchen aus dem beruflichen Umfeld auch in das private verlagere, mit dem Ergebnis einer Höherbelastung der Kinder durch Passivrauch.

Nachtrag zum Thema "Kneifen" in unserer Intro
Dr. Romano Grieshaber kritisiert: "Der bei unserer Tagung vortragende Professor Ulrich Keil hat die Zahl von 3.300 Toten pro Jahr durch Passivrauch in die Welt gesetzt, die rein rechnerisch ermittelt wurde. Auf meine Nachfrage dazu hat er den Raum verlassen".

 

Diese Information kann bei Dr. Matthias Dürschlag, BG Nahrungsmittel und Gaststätten, Telefon 0621. 4456 1277 (matthias.duerschlag@bgn.de) hinterfragt werden.


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