31/10/2007 Zwei Drittel der "Passivrauch-Toten" älter als 85!

Mit freundlicher Genehmigung der Portals "Smokersnews.de" veröffentlichen wir den höchst aufschlussreichen Artikel "Entscheidungsgrundlagen für Rauchverbote in deutschen Gaststätten zweifelhaft". Man erfährt hier von einem ausgewiesenen Fachmann, wie sehr die Glaubwürdigkeit einer oft zitierten Studie zum Thema "Gefahren des Passivrauchens" in Frage zu stellen ist. Es ist gut zu sehen, dass allmählich Licht ins finstere Kapitel "Passivrauch-Hysterie" kommt. Wir freuen uns schon auf den Tag, an dem die Verfasser fragwürdiger Studien zu diesem Thema nicht mehr werden kneifen können, wenn ihre fabulösen Hochrechnungen von immer weiteren massgeblichen Kreisen in Frage gestellt werden.

"Tabakrauch birgt gesundheitliche Risiken. Aber der große Teil der Grundlagen politischer Entscheidungen für ein Rauchverbot in Gaststätten kann hinterfragt werden!" Diese Auffassung vertrat Dr. Romano Grieshaber, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) und Professor für angewandte Prävention an der Universität Jena anlässlich des Symposiums "Tabakrauch am Arbeitsplatz" am 23. und 24. Oktober in Mannheim. Viele der angewandten statistischen Methoden, und damit die ermittelten Daten, seien zumindest diskussionswürdig.

Vor nationalen und internationalen Fachleuten bezog sich Grieshaber dabei sowohl auf die Zahl von 3.300 jährlichen Toten durch Passivrauch (ETS) in Deutschland wie auch auf Aussagen, nach denen von Passivrauch größere Gesundheitsgefahren ausgingen als von Dieselruss. Grieshaber führte aus, genaueres Hinsehen zeige, dass bei den so oft zitierten 3.300 Toten zwei Drittel der untersuchten Fälle älter als 85 Jahre waren. Da sei es recht schwierig, allein Passivrauch als Todesursache anzunehmen.

In Deutschland gebe es im Vergleich zu anderen Beschäftigten keine Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko im Gaststättenbereich: nicht bei Lungenkarzinomen, nicht bei ischämischen Herzkrankheiten und auch nicht bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. In Irland seien die Todesfälle durch Herzerkrankungen bereits vor dem Rauchverbot rückläufig gewesen. Messungen, nachdem Dieselruss weniger
gefährlich sein solle als der Rauch von Zigaretten hätten sich als unhaltbar erwiesen, weil mit falschen Messgeräten gearbeitet wurde. Kuriose Aspekte und offene Fragen, die offenbar niemand bisher bemerkt oder diskutiert habe.

Ähnliche Todeszahlen bei Depressionen und Passivrauch

"Bei Erforschung der Kausalitätsfragen müssen wir uns der vielfältigen variablen Rahmenbedingungen annehmen", so Grieshaber. Co-Faktoren, die als Vermittler oder als solche mit gleicher Wirkung in eine Erkrankung eingriffen, müssten beachtet werden und für die Analyse bekannt sein. So finde man bei Depressionen ähnliche Sterberaten wie als Folge aktiven Zigarettenkonsums. Grieshaber wies im Hinblick auf die Beschäftigten in der Gastronomie auf die besonderen sozioökologischen Rahmenbedingungen hin, wie sie allgemein in der erwerbstätigen Bevölkerung nicht zu finden seien.

Deutliche Unterschiede zu den Gruppen der Normalbevölkerung seien beispielsweise die Altersverteilung, die Vielfalt der vertretenen Nationalitäten, gastronomiespezifische Berufsbildungs- und Tätigkeitsvorgeschichten, Schulbildung und die Besonderheiten wie Samstags-, Sonntags-, Nacht- und Schichtarbeit. Wie aus einer im Rahmen des Symposiums vorgestellten Untersuchung des Umweltbundesamtes hervorgehe, seien diese sozioökologisch herausgearbeiteten Gruppen sehr starke Raucher und damit auch mit den bisher schwerpunktmässig angebotenen Anti-Raucherprogramm nicht anzugehen. Vielmehr werde in Kinder- und Jugendarztkreisen diskutiert, dass ein Verbot das Rauchen aus dem beruflichen Umfeld auch in das private verlagere, mit dem Ergebnis einer Höherbelastung der Kinder durch Passivrauch.

Nachtrag zum Thema "Kneifen" in unserer Intro
Dr. Romano Grieshaber kritisiert: "Der bei unserer Tagung vortragende Professor Ulrich Keil hat die Zahl von 3.300 Toten pro Jahr durch Passivrauch in die Welt gesetzt, die rein rechnerisch ermittelt wurde. Auf meine Nachfrage dazu hat er den Raum verlassen".

 

Diese Information kann bei Dr. Matthias Dürschlag, BG Nahrungsmittel und Gaststätten, Telefon 0621. 4456 1277 (matthias.duerschlag@bgn.de) hinterfragt werden.


18/10/2007 Die Zigarren-Zukunft liegt im Osten

Villiger - In Love with Tobacco - suchen ihr Glück also inskünftig unter anderem in Indien. Welcher rational denkende Mensch kann es Heinrich Villiger und seiner Mannschaft verübeln, wenn sie ihre Zukunft nicht mehr in Europa und den USA sehen? Wer kann es einem Unternehmer verübeln, wenn er, mit weisem Blick auf die Zukunftssicherung seiner Firma, neue Märkte erschliesst? In die gleiche Richtung gehen dürften wohl auch die für Strategie zuständigen Herren bei der Oettinger-Davidoff Group und bei den anderen relevanten Playern der Branche. Freuen darüber werden sich die vorwärtsschauenden Produzenten, die Produzenten-Länder, die Inder, die Chinesen, die Russen, sowie die Raucher und Finanzminister aller jener "neuen Märkte", in denen die Politiker vitalere Aufgaben zu erledigen haben als über den Krümmungsgrad von Gurken und Bananen zu sinnieren, oder den rauchenden Teil der Bevölkerung quasi zu kriminalisieren.

Grämen und ärgern werden sich vornehmlich die hiesigen Angestellten in der Tabakbranche, die über kurz oder lang ihre Stelle gefährdet sehen. Aber das ist es vermutlich, was die Neopuritaner mit ihrer Hasskampagne gegen die Raucher bezwecken. Das Einkommen dieser Damen und Herren steht nicht auf dem Spiel, und wenn sie mal abtreten, gibt's von Vater Staat eine satte Pension, bezahlt unter anderem aus den Steuergeldern der Raucher. Diese sind ja auch zu einem schönen Teil für das Fortbestehen der AHV zuständig. All dies erinnert irgendwie an Arbeitslager: man gibt den armen Schweinen gerade so viel zu futtern, dass sie bei der Arbeit nicht umkippen, denn auf deren Arbeitsleistung will man nicht verzichten. Man schikaniert die Raucher gerade bis zu jenem Mass, das als gerade noch erträglich erachtet wird, denn auf die satten Einnahmen aus der Tabaksteuer verzichten will man nicht. Als nächstes Opfer ist die Alkoholbranche bereits auserkoren. Also, warm anziehen liebe Kollegen, denn schlimmer wird's immer.

Haben die Bürger wirklich noch nicht gemerkt, wie sie von Teilen der Politik manipuliert werden, und wie sehr geheuchelt wird, dass sich die Balken biegen? Ich kann es einfach nicht glauben, denn ich bin vom gesunden Menschenverstand und von den gesunden Instinkten des Demokratie-gereiften Volkes dieses wunderschönen Landes eigentlich überzeugt.


08/10/2007 Nulltoleranz greift weiter um sich

Der puritanische Zeitgeist treibt weiter seine bedenklichen Blüten. Wenn das so weitergeht, müssen wir uns bald auf explodierende Zigarren-Kistchen einstellen....

Nulltoleranz


04/10/2007 Mit einem dunkelblauen Auge davongekommen?

Nun wissen wir es also, das Passivrauchgesetz ist vom Nationalrat angenommen worden, wenn auch nicht mit der von vielen befürchteten ganzen Härte. Es soll Ausnahmen geben: in Restaurants, in denen es von den Räumlichkeiten her nicht möglich ist einen abgetrennten Raucherraum einzurichten, soll das Paffen weiterhin erlaubt sein. Wichtig dabei: es soll dort weiterhin bedient werden dürfen.

Wie sieht's aber aus mit einem dedizierten Raucherlokal, einer Zigarren-Lounge z.B., das durchaus genug Platz hätte, auch ein Nichtraucherabteil zu führen? Kommen die wirklich daran vorbei, über kurz oder lang ein solches zur Verfügung stellen? Darf in solchen Fällen fortan die Devise "smokers only" ausgegeben werden? Falls ja, wird es dort auf die Dauer Angestellte geben dürfen, die sich der Gäste annehmen? Ist das Thema "keine Angestellten dem Rauch aussetzen" wirklich schon gegessen?

Jetzt geht das Traktandum bekanntlich an den Ständerat, wo die eine oder andere der hier aufgeworfenen Fragen zur Sprache kommen dürfte. Wann behandelt der Rat diese heisse Kartoffel? Wird Felix Gutzwiller dannzumal schon dabei sein, oder/und gar Ueli Maurer, der gemäss Tagesschau von heute die ganzen Rauchverbote "einen Chabbis" findet? Was meint Ihr? Die Aufteilung nach Parteien sieht zur Zeit so aus:

Ständerat nach Parteien

30/9/2007 Bald ausgeloungt?

 

So wie's aussieht beschert uns das Parlament noch vor Ende des Jahres "das totale Rauchverbot". Kein Rauch mehr in geschlossenen Räumen jeglicher Art, was natürlich auch sämtliche Bars, Restaurants und Smokers-Lounges einschliesst. Ein Grund zu verzagen? Wir meinen nein. Was ist denn so erhebend daran, mit anderen, meist fremden Leuten in einem Raum zu sein, in dem es im "Kaltzustand" nach einer Melange von abgestandenem Essen, Alkohol und erkaltetem Lagerfeuer riecht, und sobald alles wieder "warm" geworden ist, auch nicht viel besser. Mal ehrlich, welcher Zigarren-Geniesser ist freudig erregt darüber, dass er nach dem Besuch eines solchen Lokals wie ein gefüllter Aschenbecher riecht? Haut, Haare, Hose, Hemd, Unterwäsche, Lederjacke, Mantel, Schuhe, Handschuhe, die Zeitung, der Notizblock, einfach alles STINKT. Wenigstens nehmen Blackberry und Co. diesen Geruchmix nicht an.

Eine gute Zigarre riecht vor allem für die eigene Nase herrlich; genauer, in jener grandiosen Phase, wenn die Tabakaromen langsam an unserem Riecher vorbeiziehen und mystisch in die Höhe steigen. Dem "Räuchli" nach- und zuschauend denken wir uns unseren Teil, schustern uns unsere ganz persönliche Philosophie zusammen über dies und das, über Sinn und Unsinn des Lebens. Das Rauchen einer guten Zigarre stellt gewisse Ansprüche, ist geistig und körperlich anregend, ist kontemplativ, ist ein Akt, der nach Ruhe ruft, den man zwar mit anderen teilen kann, aber keineswegs muss. Im Gegenteil, alleine draussen auf dem Balkon, auf der Veranda, im (Winter-)Garten oder sonst wo unter freiem oder teilweise freiem Himmel, umgeben von Stille, von Dunkelheit vielleicht, mit den Augen die Sterne streichelnd, das ist es doch, was den wahren Genuss einer edlen Zigarre ausmacht.

Fazit: gereifte Zigarren-Geniesser (Zigarettenraucher interessieren an dieser Stelle nicht) werden den "swiss smoking ban" mehr oder weniger locker wegstecken, denn diese wissen schon lange, welche Umfeld-Faktoren gegeben sein müssen, damit die Chose auch wirklich Spass macht. Advocatus Diaboli flüstert mir soeben ins Ohr, dass er das Gros der speziell dem Erzeugen von Rauch gewidmeten Lokalitäten etwa gleich genussfördernd findet, wie indoor den Holzkohlegrill anzuwerfen.


09/9/2007 Mehr Neopuritanisches aus Brüssel

Nun ist es also soweit, die neopuritanische Fraktion in Brüssel werkelt an den Warntexten für alkoholische Getränke. Patin steht diesem wegweisenden Projekt dem Vernehmen nach die Ikone der naiven Kunst, Noalta Bacco. "Es ist äusserst praktisch, wir können so gut wie alle Tabakwarntexte übernehmen und lediglich das Wort Rauchen durch das Wort Alkohol ersetzen", so Bacco in einem Interview mit der Zeitschrift "Fertig lustig".

Es ist davon auszugehen, dass die Schweiz die einmal von Brüssel verabschiedeten Warntexte umgehend übernehmen wird, so wie sie fast alles was aus Brüssel kommt und von wirklich weltbewegender Tragweite ist, politisch nachvollzieht. Im Fall der Tabakwarntexte legten unsere Präventions-Gurus sogar noch einen drauf, sie "übernachvollzogen" sozusagen. Der schärfste EU Text lautet nämlich "Rauchen kann tödlich sein". Unseren Anhängern des kategorischen Imperativs war "Rauchen ist tödlich" gerade gut genug. Ob eine Zigi pro Woche oder zwei Pakete pro Tag, Rauchen ist tödlich, so oder so - Punkt.

Wir folgern, dass unsere Gesundheitsbewahrer bei der Alkoholprävention den gleich strengen Massstab ansetzen werden, denn alles andere wäre inkonsequent, und das sind diese Damen und Herren nun wirklich nicht -, Gott bewahre. Ein Glas Wein ist tödlich, genau so tödlich wie zwei Flaschen Whisky pro Tag. Ein Bierchen in Ehren ist so tödlich wie 20 Mass an einem einzigen Tag am Oktoberfest. Wenn schon Prävention, dann gleich richtig!

Hier nun die ersten Entwürfe von Noalta Bacco.

Alkohol tötet 2

 

Alkohol tötet 2


23/7/2007 Wir sind doch nicht blöd!

Wir lesen es in Zeitungen und Blogs, wir sehen es am TV, wir hören es am Radio: Philip Morris profiliert sich als Anwalt der Nichtraucher und macht auf Tabakprävention. Was soll denn das, wer soll das verstehen? Der grösste Tabakkonzern der Welt argumentiert gegen sich selbst, das ist doch der helle Wahnsinn. Nein, ist es nicht. Die bei PM wissen schon was sie tun; sie besetzen die Hauptthemen ihrer Gegner, sie klauen ihnen sozusagen das Parteiprogramm. Das ist wie wenn Dunkel-Grüne plötzlich die Wirtschaft entdecken, und sich, fortan in hellgrüner Aufmachung, "Grün-Liberale" nennen. Opportunistisch? Ja, sicher auch, aber viel mehr hat das mit Realitätssinn und Pragmatismus zu tun, ganz nach dem Motto "if you can't fight them, join them" - "wenn du sie nicht bekämpfen kannst, mach mit ihnen gemeinsame Sache".

Die Mächtigen bei PM wissen genau wie sehr die einzelnen Staaten auf die Einnahmen aus der Tabaksteuer angewiesen sind, sie wissen genau, dass die Mega-Industrien Pharma und Medizinaltechnik Milliarden verdienen mit den Schwächen und Süchten der Menschen und, sie wissen ebenso genau, dass weder Staaten noch Industrien bereit sind auf diese gigantischen Einnahmequellen zu verzichten.

Klaut man Rivalen das Thema, bringt man sie nicht nur in Zugzwang, man entlarvt gleichzeitig auch die Heuchler unter den Widersachern. Wenn nun Philip Morris sich "uneigennützig" dem Schutz der Menschen vor Rauch verschreibt, und das mit Einsatz aller kommunikativen und finanziellen Mitteln, dann könnte das in letzter Konsequenz, und schneller als man denkt, dazu führen, dass Politik und Wirtschaft beginnen sich um ihre Geldquellen ernsthaft Sorgen zu machen: Milliarden weniger Tabaksteuern, fehlende Einnahmen in Milliardenhöhe in der Pharmaindustrie und Medizinaltechnik. Zusätzliche Milliarden für Menschen, die partout nicht sterben wollen, weil sie dafür zu gesund sind, und die ohnehin schon wackeligen Sozialwerke dadurch am Rande des Kollapses.

Das böse Erwachen und der Schrecken wären immens. Die gleichen Gesundheitsappostel, die sich heute überschlagen vor lauter Fürsorge um ihre Mitmenschen, müssten Philip Morris und Konsorten beweisen, dass das Rauchen und Passivrauchen gar nicht so schädlich sind, wie ehedem von ihnen selbst kolportiert! Um dieses gefundene Fressen dürfte es Philip Morris in Tat und Wahrheit gehen. Und wir dürfen dann zur Kenntnis nehmen, dass das Management von PM die Werbespots von Media Markt gesehen haben muss.


17/7/2007 Dure bi rot!

Dollars und ZigarrenDie amerikanische Regierung soll dem Vernehmen nach an einer Erhöhung der Tabaksteuer für Zigarren werkeln. Wir reden hier nicht von 10%, 50% oder 100% Erhöhung nein, 20'000% (zwanzigtausend Prozent) soll die Erhöhung betragen. Das würde eine Steuer-Erhöhung von 5 Cents pro Zigarre auf 10 Dollar pro Zigarre bedeuten!!

Der demokratisch kontrollierte Kongress brauche dringend 35 bis 50 Milliarden Dollar für die Implementierung eines staatlichen Gesundheits- und Krankenkassen-Systems für Kinder. Da dachte Männiglich doch tatsächlich, dass es so etwas schon längst gäbe in "the world's greatest nation". Offenbar braucht es die Zigarren-Konsumenten, um der momentan noch grössten Wirtschaftsmacht der Welt eine anständige medizinische Versorgung ihrer Kinder zu gewährleisten!

Um sich mit der Zigaretten-Kolossen anzulegen fehlt den treibenden Kräften im US-Kongress vermutlich der Mut, also nimmt man die Minderheit der Zigarren-Geniesser auf's Korn. 'Geld stinkt nicht' sagen sich die involvierten Saubermänner im Kongress wohl. Die Raucher verteufeln einerseits, und eben diesen zusätzliche Milliarden von Dollars abzocken für gesündere Kinder andererseits. Damit können Heuchler offenbar gut leben.


12/7/2007 Willkommen in der Schweiz

Im Tages-Anzeiger von heute lesen wir, dass Frau Bundesrätin Leuthard sich in China gewaltig ins Zeug legt, um den Chinesen die Vorzüge der Schweiz als Holdingsitz und Europazentrale schmackhaft zu machen. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Es freut uns Schweizer doch, wenn Konzerne ihre Zelte bei uns aufschlagen, hier Arbeitsplätze schaffen, und ihre Steuern hier bei uns abliefern, anstatt Luxemburg oder Irland damit zu beglücken.

Besonders hervorgehoben wird im TA Artikel, dass der chinesisch-staatliche Tabakkoloss "China Tobacco" (510'000 Angestellte) die Vorteile der Schweiz als Standort endeckt hat, und hierzulande "einen Sitz" habe. Wussten Sie: China ist der Welt grösster Markt für Zigaretten, 350 Millionen Chinesen rauchen pro Jahr 1.7 Trillionen davon! Da kann die Schweiz doch nicht abseits stehen, da ist einfach zu viel Kohle zu machen. Also: welcome in Switzerland China Tobacco, die Standortförderer aller Parteien umarmen euch!

Wer schert sich bei uns schon um chinesische Raucherlungen -, Hauptsache die der Eidgenossen bleiben schön rosig und sauber! Dafür tun unsere Gesundheitswächter bekanntlich alles. Millionen werden für Werbekampagnen gegen das Rauchen verpulvert, Rauchverbote werden erlassen, die "Schikanenbrünzler" sind ganzjährig in Höchstform. Unser Staat kassiert ungeniert Milliarden an Tabaksteuern, auf die er keinesfalls verzichten will noch kann, da sonst die AHV den Bach runter geht. Es dürfte im übrigen in zunehmendem Masse im Interesse dieses Sozialwerkes sein, wenn sich möglichst viele zu Tode trinken, rauchen, essen, stürzen, fahren, arbeiten, ärgern, bevor sie das Rentenalter erreichen.

Fazit: ist der Ruf erst ramponiert, lebt sich's gänzlich ungeniert. Es ficht doch kaum einen Politiker an, wenn unser Fiskus "das Händli macht" wenn China Tobacco zum Zahltag ruft.


04/7/2007 Raucher zahlen mehr als nur ihren Teil

Ein Artikel auf "Times Online" rückt ein paar Zahlen ins richtige Licht, sowie die Tatsache, dass Raucher die einzigen "Outlaws" sind, die so viel an Vater Staat abliefern (7 bis 8 Milliarden £, das sind schlappe 17 bis 20 Milliarden Schweizer Franken), dass die Schäden, die in Grossbritannien durch das Rauchen entstehen, damit ca. 3 mal gedeckt werden können. Mit zwei Dritteln vom dem, was die Zigaretten- und Zigarren-Raucher in Grossbritannien abliefern werden also andere Regierungsausgaben finanziert! Vielleicht bezahlen die Raucher indirekt die Kampagnen der Regierung gegen das Rauchen, oder einen Teil an den Truppeneinsatz im Irak.

Jeder der 2+2 auf die Reihe bekommt folgert: keine Tabaksteuern mehr = Erhöhung der Einkommenssteuer oder der Mehrwertsteuer. Ob dabei die Antiraucherbewegung auch so begeistert mitmachen wird, wie wenn es darum geht das Rauchen zu diabolisieren?

[.. The NHS estimates that smoking related illnesses cost it between £2 billion and £3 billion a year. However, the Treasury reaps some £7 billion to £8 billion a year in tobacco tax. So not only are smokers supporting their own healthcare, but also providing a useful stream of income for other government spending. This £4 billion£5 billion would still be needed if we all gave up smoking today. Higher income tax, anyone? ..]

Die Raucher blechen also weit mehr als nur ihren Teil. Welchen Teil der Kosten, die durch Fettleibigkeit entstehen übernehmen eigentlich die "Dicken"? Welchen Teil der Kosten, die aufgrund ungeschützten Sexualverkehrs durch AIDS verursacht werden bezahlen diejenigen, die es ungeschützt treiben? Welchen Teil der allenthalben explodierenden Gesundheitskosten bezahlen die Verkehrsteilnehmer, die durch Unachtsamkeit, Raserei und Rücksichtslosigkeit Milliardenschäden verursachen? Sie ahnen es: die bezahlen alle nichts, nada, niente, nothing! Aber die Raucher in UK legen jedes Jahr 20 Milliarden auf den Tisch. Gerechte Sache, nicht wahr.

[.. And even if smokers were a net burden on the economy, what about sufferers of obesity-related illnesses, victims of serious sporting injuries, those who contracted HIV or hepatitis through unprotected sex or intravenous drug use, and injured reckless drivers? All these groups bear varying degrees of responsibility for their conditions and the ensuing cost to the NHS, by ignoring health advice, recklessness, or by breaking the law. Yet nobody seriously suggests that they be denied treatment or charged more for it. ..]

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